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Krankenhausmuseum Bielefeld e.V. Blutdruckmessgeräte und Stethoskope

Blutdruckmessgeräte und Stethoskope

Die Objektgruppe umfasst zum einen Blutdruckgeräte aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zur Druckanzeige werden in dieser Zeit Quecksilbersäulen verwendet, daher die noch heute gebräuchliche Einheit in mm Quecksilbersäule. Darüber hinaus werden Geräte mit einem Zeigermanometer gezeigt, in einem Fall als Besonderheit mit einer Skala in cm Wassersäule.
Zum anderen enthält die Objektgattung Stethoskope: von einem Arrangement von Hörrohren (siehe Abbildung) bis zu den heute noch gebräuchlichen Hilfsmitteln zum Abhören der Herztöne und -geräusche. Die Abbildung auf dieser Seite zeigt ein Arrangement von Hörrohren, die (bis auf zwei) auf der trichterförmigen Öffnung stehen, mit dem das Stethoskop bei der Patientin aufgesetzt wird – oben befindet sich das Ohrstück für die untersuchende Person.
Die ersten Stethoskope (René Laënnec 1816) waren einfache Holzrohre. Hörrohre wurden entwickelt, weil der Anstand es verbot, das Ohr auf die Haut zu legen und dies auch sehr unbequem war. Sie schützten aber auch den Arzt bei „unreinen Bauchdecken“ (Exanthem und Skabies). Damit schuf Laënnec die Grundlage für eine zuverlässigere Diagnostik. Krankheiten des Herzens und der Brust und Bauchorgane wurden besser erforscht. Die ersten Stethoskope mit flexiblem Schlauch kamen in den 1850er Jahren auf. Diese hatten ein trichterförmiges Endstück und zwei Ohrstücke. Erfinder waren Arthur Leared und George Cammann. Der in der Abbildung links gezeigte Typ von Hörrohren wurde 1895 von Adolphe Pinard entwickelt. Um 1900 wurden die Hörrohre aus Ebenholz, Zedernholz, Elfenbein, Aluminium, Zelluloid, Hartgummi und manchmal sogar aus Glas gefertigt. Meist waren sie aus Holz, manchmal mit einem Schaft aus Metall und nur die Hörmuschel aus Hartgummi, Elfenbein oder Zelluloid. Auch komplett aus Chromstahl oder Aluminium gefertigte Modelle waren im Einsatz, diese haben sich aber nicht durchgesetzt. Hebammen verwenden noch heute aus Holz gedrechselte Stethoskope zum Abhören der Herztöne des Ungeborenen.


Quelle:
Die Stethoskope der Greifswalder Sammlung [https://epub.ub.uni-greifswald.de/frontdoor/deliver/index/docId/637/file/diss_Joanna_Dietzel_7_Geburtshifliche_Stethoskope_und_Amnioskope.pdf], abgerufen 25.02.2020

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Stethoskop Holz lackiert (steckbar)

Stethoskop aus Holz; rotbraun lackiert; Gebrauchsspuren, steckbar für Transport

Stethoskop Holz lackiert (steckbar)

Automatisches Blutdruck-Messgerät (LSH)

Automatisches Blutdruck-Messgerät der London School of Hygiene (LSH), Sphygmomanometer MK 4 Serial No. 7438.

Schweres blau lackiertes Metallgehäuse mit Standfüßen und Tragegriff. Vordere Tür zu öffnen, um eine aufblasbare Manschette anzuschließen und die Ablesung vorzubereiten. Außen ein Aufkleber mit handschriftlichen Notizen, innen zwei Aufkleber mit handschriftlichen Notizen. Tür an der Rückseite zum Wechseln der eingebauten CO2-Druckflasche. Das Gerät diente ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken.

Vorgehensweise: Nachdem die Manschette aus der CO2-Druckflasche automatisch aufgeblasen und der Druck wieder abgelassen wird, drückt man beim Abhören bestimmter Geräusche jeweils einen der Knöpfe. Dadurch bleibt die entsprechende Quecksilbersäule stehen. Deren Höhe wird anschließend durch Drehen einer Kurbel an der rechten Seite eingestellt, der Wert nach Anheben einer Klappe an der Vorderseite des Geräts sichtbar.

Automatisches Blutdruck-Messgerät (LSH)

Armmodell, rechts

Armmodell, rechts
Das Modell eines Arms ist aus einer gipsähnlichen Modelliermasse erstellt und bemalt. Es zeigt die Muskulatur und Sehnen des Arms und der Hand. Einzelne Sehnen, Muskeln u.a. sind mit schwarzen Nummern bezeichnet.
Originalgröße
vermutlich Rest eines kompletten Modells
kleiner Finger ist abgebrochen, im Bereich des Schulteransatzes gebrochen und beschädigt, die Bemalung teilweise abgeschabt. Insgesamt kein guter Zustand
Erworben ca. 2008 auf einem Flohmarkt in Bremen.

Armmodell, rechts

Doppelkopf-Stethoskop

Bügel-Stethoskop mit umschaltbarem Abhörkopf: klein ohne Membran besonders für niederfrequente Herztöne, größerer Teil (mit Membran) für Herzgeräusche. Grauer Schlauch, Gravur im Membranteil: Chirurg (Logo) Germany, nachträglich: Städt. Krankenanst. Bielefeld AMB.

Doppelkopf-Stethoskop